Gleixner-Rchtsanwälte

20. Mai 2018, posted in AllgemeinDer lange Arm des deutschen Fiskus: Neues zu Ferienimmobilien im Ausland

Einen weiteren spektakulären, aber sehr häufig vorkommenden Fall hat das oberste deutsche Steuergericht, der Bundesfinanzhof in München, am 12. Juni 2013 (Az I R 109-11-/10, Bundessteuerblatt 2013, Teil 2, S. 1024 ff.) entschieden. Es ging im konkreten Fall um die unentgeltliche Nutzung  eines spanischen Ferienhauses, welches in Spanien von den deutschen Gesellschaftern (=Eigentümern) in Form einer Kapitalgesellschaft (Sociedad Limitada) gehalten wurde. Der BFH stellte fest, dass die kostenlose Nutzung dieses Ferienhauses in Spanien durch die deutschen Eigentümer in Deutschland eine sog. verdeckte Gewinnausschüttung darstellt und der Nutzungsgegenwert in Deutschland zu versteuern sei (Einkünfte nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz). Der BFH hat als Nutzungswert die in Spanien für das Ferienhaus  theoretisch erzielbare „ortsübliche Miete“ angesetzt. Diese kann in den spanischen Feriengebieten (z. B. Mallorca) im Sommer sehr, sehr hoch sein !

Was ist nun zu tun ? Muss und kann noch eine befreiende Selbstanzeige gestellt werden, wenn diese fiktiven Einkünfte bisher in Deutschland nicht deklariert wurden?  Gilt dieses Urteil auch für andere Länder, z.B. Frankreich, England oder die USA, wo Ferienhäuser ja auch oft in einer Kapitalgesellschaft (z.B. Limited, Sarl u.ä.) gehalten werden?

 

Da alle diese Fragen mit „Ja“ zu beantworten sind, besteht dringender Beratungsbedarf. Unser Münchner Kollege, Herr RA Dr. Wittekindt, hilft Ihnen dabei gerne weiter: Christoph.Wittekindt@gleixner-rechtsanwaelte.de